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Zur Philosophie und Geschichte Theil 4 (1820) Ideen ; 2
Entstehung
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189
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der Geschichte der Menschheit. 189

fen ist und die Weisheit seiner Anlage vollendet? Soists mit allen Sinnen, mit allen Organen sie findenikrc Mittel zur Ausbildung, das Medium, zu demsie geschaffen werden. Und mit den geistigen Sin-nen und Organen, auf deren Gebrauch der Ebarak-kcr des Menschengeschlechts so wie die Art und dasMaas seiner Glückseligkeit beruhet; hier sollte es an-ders sei)» ? hier sollte der Schöpfer seine Absicht,mithin die Absicht der ganzen Natur, sofern sie vomGebrauch menschlicher Kräfte abhangt, verfehlt haben?Unmöglich! Jeder Wahn hierüber muß an uns lie-gen, die wir dem Schöpfer entweder falsche Zweckeunterschieben oder, so viel an uns ist, sie vereiteln.Da aber auch diese Vereitlung ihre Grenzen habenmuß und kein Entwurf des Allweisen von einemGeschöpf seiner Gedanken verrückt werden kann: sosaßet uns sicher und gewiß feyn, daß, was AbsichtGottes auf unsrer Erde mit dem Menschengeschlechtist, auch in seiner verworrensten Geschichte unverkenn-bar bleibe. Alle Werke Gottes haben dieses eigen,daß ob sie gleich alle zu Einem unüberseblichen Gan-ze» gehören, jedes dennoch auch für sich ein Ganzesist und den göttlichen Eharakter seiner Bestimmungnn fich traget. So ists mit der Pflanze und mitdem Thier; wäre es mit dem Menschen und seinerBestimmung anders? daß Tausende etwa nur fürEinen, daß alle vergangenen Geschlechter fürs letzte,daß endlich alle Individuen nur für die Gattung d. i.für das Bild eines abstracten Namens hervorgebrachtwaren? So spielt der Allweise nicht: er dichtet keineabgezognen Schattenträume; in jedem seiner Kinderliebet und fühlt er sich mit den« Vatergefähl, alsob dies Geschöpf das Einzige seiner Welt wäre. Alle