der Geschichte der Menschheit. 167
wellen. Kann nicht im Drange der Noch, weh-mütbig genug, der Freund den Freund tobten undihm, den er nicht erretten kann, damit eine Wohl-that erweisen, die er ihm nicht anders erweisenkennte? —- Daß aber der Ruhm der Baker in derSeele ihres Stammes unsterblich lebe und wirke,zeigen bei den meisten Völkern ihre Lieder und Kriege,ihre Geschichten und Sagen, am meisten die mitewiger Hochachtung derselben sich forterbende Lebens-weise.
'Gemeinschaftliche Gefahren endlich erwecken ge-meinschaftlichen Muth; sie knüpfen also das dritteund edelste Band der Männer, die Freund-sck a ft. Zn Lebensarten und Landern, die gemein-schaftliche Unternehmungen nöthig machen, sind auchheroische Seelen vorhanden, die den Bund der Liebeauf Leben und Tod knüpfen. Dergleichen waren jeneewigbcrühmten Freunde der Griechischen Heldenzeit;dergleichen waren jene gepriesenen Scythen und sindallenthalben noch unter den Völkern, die Jagd,Krieg, Züge in Wäldern und Wüsteneien oder sonstAbentheuer lieben. Der Ackermann kennet nur einenNachbar, der Handwerker einen Zunftgenoffen, dener begünstigt oder neidet, der Wechsler endlich, derGelehrte, der Fürstcndiener — wie entfernter sindsie von jener eigen-gewählten, thätigcn, erprobtenFreundschaft, von der eher der Wandrer, der Ge-fangne, der Sklave weiß, der mir dem andern anEiner Kette ächzet. Zn Zeiten des Bedürfnisses, inGegenden der Noth verbünden sich Seelen: der ster-bende Freund ruft den Freund um Rache seinesBlutes an und freut sich, ihn hinterm Grabe mitdemselben wieder zu finden. Mit unauslöschlicher