der Geschichte der Menschheit. 161
faßung leben; R.-ithgcbcnde Freundinnen waren deineMütter und jede Edle unter ihnen ists noch.
Laßet uns also auf die Tugenden des Weibeskommen, wie sic sich in der Geschichte der Mensch-heit offenbaren. Auch unter den wildesten Völkernunterscheidet sich das Weib vom Mann durch einezartere Gefälligkeit, durch Liebe zum Schmuck undzur Schönheit; auch da noch sind diese Eigenschaftenkennbar, wo die Nation mit dem Klima und demschnödesten Mangel kämpfet. Ueberall schmückt sichdas Weib, wie wenigen Putz cs auch hie und dasich zu schmücken habe: so bringet im ersten Früh-ling die Lcbcnreiche Erde wenigstens einige Geruch-lose Blümchen hervor, Vorboten, was sic in andern
Jahrszeiten zu thun vermöchte.-Reinlichkeit
ist eine andre Weibertugcnd, dazu sie ihre Naturzwingt und der Trieb zu gefallen reizet. Die An-stalten, ja die oft übertriebnen Gesetze und Gebräuche,wodurch alle gesunde Nationen die Krankheiten derWeiber absonderten und unschädlich machten, be-schämen manche cultjvicte Völker. Sie wußten undwissen also auch nichts von einem großen Theil derSchwachheiten, die bei uns sowohl eine Folge alseine neue Ursache jener tiefer Versunkenheit sind, dieeine üppige, kranke Weiblichkeit auf eine elendeNachkommenschaft fortbrcitet. — Noch eines größer»Ruhmes ist die sanfte Duldung, die unverdrosseneGeschäftigkeit wcrlh, in der sich ohne den Mißbrauchder Eultur, das zarte Geschlecht überall auf derErde auszeichnet. Mit Gelassinheit tragt es dasJoch, das ihm die rohe Ucbermacht der Männer,ihre Liebe zum Müßiggänge und zur Trägheit, end-lich auch die Ausschweifungen seiner Vorfahren selbstPhilvs. und Gesch. IV. Sh. L U.
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