Ideen zur Philosophie
rsio
liehen Knäuel zarter, weiblicher Fädigkeiten und An-schlag zu bessern Zwecken z» entwickeln; als üppig-schwache Barbaren also schafften sic sich auf einebarbarische Art Ruhe und unterdrückten die mit Ge-walt, deren List sie mit Verstand nickt zu überwin-den vermochten. Man lese, was Morgenländer undGriechen über das Weib gesagt haben lind manwird Materialien finden, sich ihr befremdendes Schick-sal in den meisten Gegenden heißer Klimate zu er-klären. Freilich lag im Grunde Alles wieder an denMännern, deren stumpfe Brutalität das Ueb.l gewißnicht ausrottete, das sie so ungelenk cinschränkte,wie es nicht nur die Geschichte der Eulkur, die dasWeib durch vernünftige Bildung dem Mann gleich-gesetzt hat: sondern auch das Beispiel einiger ver-nünftigen Volker obnc feinere Eultur zeiget. Deralte Deutsche, auch in seinen rauhen Wäldern, er-kannte das Edle im Weibe und genoß an ibm dieschönsten Eigenschaften seines Geschlechts, Klugbeit,Treue, Muth und Keuschheit; allerdings aber kamihm auch sein Klima, sein genetischer Ebarakter,seine ganze Lebensweise hierin zu Hülfe. Ec undsein Weib wuchsen wie die Eicken, langsam, unver-wüstlich und kräftig; die Reize der Verführungfehlten seinem Lande; Triebe zu Tugenden dagegengab beiden Geschlechtern sowobl die gewohnte Ver-fassung, als die Noch. Tochter Germaniens, fühleden Ruhm deiner Urmüttcr und cifrc ihm nach:unter wenigen Völkern rühmt die Geschichte, wassie von ihnen rühmet; unrer wenigen Völkern hatauch der Mann die Tugend des Weibes wie imältesten Germanien geehrct. Sklavinnen sind dieWeiber der meisten Nationen, die in solcher Vcr-
faßung