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Zur Philosophie und Geschichte Theil 4 (1820) Ideen ; 2
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Ideen zur Philosophie

Inseln das weibliche Geschlecht dem Dienst derColhere eigen zu seyn schien so daß es sich nichtnur selbst um einen Nagel, einen Putz, eine FederPreisqab: sondern auch der Mann um einen kleinenBesitz, der ihn lüstete, sein Weib zu verhandeln,bereit war: so ändert sich mit dem Klima und demCharakter andrer Insulaner offenbar die Scene.Unter Völkern, wo der Mann mit der Streitaxterschien, war auch das Weib verborgner im Hause:die räubere Sitte jenes machte auch diese harter,daß weder ihre Häßlichkeit noch ihre Schönheit denAugen der Welt blos lag. An keinem Umstande,glaube ich, laßt sich der eigentliche Charakter einesMannes oder einer Nation so unterscheidend erken-nen, als an der Behandlung des Weibes. Die

meisten Volker, denen ihre Lebensart schwer wird,haben das weibliche Geschlecht zu Hausthieren er-niedrigt und ihm alle Beschwerlichkeiten der Hütteaufgctraqen: durch Eine Gefahrvolle, kühne, männ-liche Unternehmung glaubte der Mann dem Jochaller kleinen Geschäfte entnommen zu seyn und über-ließ diese den Weibern. Daher die große Subal-tcrnitat dieses Geschlechts unter den meisten Wildenvon allerlei Erdstrichen: daher auch die Gering-

schätzung der Sohne gegen ihre Mütter, sobald siein die männlichen Jahre treten. Frühe wurden siezu Gefahrvollen Uebungen erzogen, also oft an dieVorzüge des Mannes erinnert und eine Art rauhenKriegs- oder Arbeit-Muthes trat bald an die Stellezärtlicher Neigung. Von Grönland dis zum Landeder Hottentotten herrscht diese Geringschätzung derWeiber bei allen uncultivirtcn Nationen, ob sie sichgleich in jedem Volk und Welttheil anders gestaltet.