der Geschichte der Menschheit. 167
da die Erziehung des Weibes von Kindheit auf fürden Harem und die Gesellschaft mehrerer Weibereingerichtet, ja das junge Kind oft schon im zweitenJahr verkauft oder vermahlt ward: wie anders, alsdaß der ganze Umgang des Mannes, die Einrich-tung des Hauses, die Erziehung der Kinder, end-lich auch die Fruchtbarkeit selbst mit der Zeit andiesem Misverhältniß thcilnehmen mußtet Es istnämlich gnugsam erwiesen, daß eine zu frühe Hei-rath des Weibes und ein zu starker Reiz des Man-nes weder der Tüchtigkeit der Gestalten noch derFruchtbarkeit des Geschlechts förderlich sei; ja dieNachrichten mehrerer Reisenden machen cs wahr-scheinlich, daß in manchen dieser Gegenden wirklichmehrere Töchter als Söhne gebohren werden: wel-ches, wenn die Sache gegründet ist, sowohl eineFolge der Polygamie seyn kann, als es wiederumeine fortwirkende Ursache derselben wurde. Und ge-wiß ist dies nicht der einzige Fall, da die Kunstund die gereizte Ueppigkeit der Menschen die Naturaus ihrem Wege geleitet hatte: denn diese hält sonstein ziemliches Gleichmaas in den Geburten beiderGeschlechter. Wie aber das Weib die zarteste Spcoßeunsrer Erde und die Liebe das mächtigste Mobil ist,das von jeher in der Schöpfung gewnkct: so mußtenolbwendig die Behandlung derselben auch der erstekritische Scheidepunkt in der Geschichte unsres Ge-schlechts werden. Allenthalben war das Weib dererste Zankapfel der Begierden und seiner Naturnach gleichsam der erste brüchige Stein im Eebäud.e
der Menschenschöpfung-
Lasset uns z. B. Ecok auf seiner letzten Reifebegleiten. Wenn auf den Socictats- und andern