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Zur Philosophie und Geschichte Theil 4 (1820) Ideen ; 2
Entstehung
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der Geschichte der Menschheit. r55

anders. Elender, dessen Nebenbuhlerin !?in Weibist oder die ihn in männlichen Tugenden gar über-windet ! Nur durch nachgebende Güte soll sic ihnbeherrschen; und so wird der Zankapfel abermalsein Apfel der Liebe.-

Weiter will ich die Geschichte der VereinzelungdcS Menschengeschlechts nicht fortsetzen; der Grundist gelegt, daß mit den verschiednen Hausern undFamilien auch neue Gesellschaften, Gesetze, Sittenund sogar Sprachen werden. Was zeigen diese ver-schiednen, diese unvermeidlichen Dialekte, die sichauf unsrer Erde in unbeschreibbarcr Anzahl, undoft schon in der kleinsten Entfernung neben einanderfinden? Das zeigen sie, daß es die weitverbreitcndeMutter nicht auf Zusammendrangung, sondern auffreie Verpflanzung ihrer Kinder an'Iegke. Kein Baumsoll, so viel möglich, dem andern die Luft nehmen,damit dieser ein Zwerg bleibe oder um einen freienAthemhauch zu genießen, sich zum elenden Krüppelbeuge. Eignen Platz soll er finden, damit er durcheignen Trieb Wurzelaus in die Höhe steige undeine blühende Krone treibe.

Nicht Krieg also, sondern Friede ist der Natur-Zustand des unbcdrangten menschlichen Geschlechts:denn Krieg ist ein Stand der Noth , nicht des ur-sprünglichen Genußes. In den Händen der Naturist er, (die Menschenfresserei selbst eingerechnet) nieZweck sondern hie und da ein hartes, traurigesMittel, dem die Mutter aller Dinge selbst nichtallenthalben entweichen konnte, das sie aber zumErsatz dafür aus desto höhere, reichere, vielfachereZwecke anwandte.