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Zur Philosophie und Geschichte Theil 4 (1820) Ideen ; 2
Entstehung
Seite
151
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der Geschichte der Menschheit. i5r

IV

Die Empfindungen und Triebe der Menschensind allenthalben dem Zustande, worin sieleben, und ihrer Organisation gemäß; al-lenthalben aber werden sie von Meynungenund von der Gewohnheit regieret.

>»»>elbstkrhaltung ist das erste, wog! ein Wesenda ist: voni Staubkorn bis zur Sonne strebt jedesDing, was es ist, zu bleiben; dazu ist den Thic-rcn Instinkt eingcprägt: dazu ist dem Menschen seinAnalogon des Jnstinks oder der Vernunft gegeben.Gehorchend diesem Gesetz suchet er sich, durch denwilden Hunger gezwungen, überall seine Speise: erstrebt, ohne daß er weiß, warum und wozu? vonKindheit aus nach Uebung seiner Kräfte, nach Be-wegung. Der Matte ruft den Schlummer nicht;aber der Schlummer kommt und erneuet ihm seinDaseyn: dem Kranken hilft, wenn sie kann, dieinnere Lebenskraft'oder sie verlanget wenigstens undächzet. Seines Lebens wehret sich der Mensch gegenAlles, was ihn anstcht und auch ohne daß ers weiß,hat die Natur in ihm und um ihn her Anstaltengemacht, ihn dabey zu unterstützen, zu wahren, zuerhalten.