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Zur Philosophie und Geschichte Theil 4 (1820) Ideen ; 2
Entstehung
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Ideen zur Philosophie

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Geschlechts betrachtet. Der derbste Mangel wirdjenem eine Lust, so lange Selbstbestimmung undFrepbeit ibn würzet und lohnet; dagegen alleLeckereren Gift sind, sobald sie die Seele erschlaffen,und dem sterblichen Geschöpf den einzige» Genußseines hinfälligen Lebens, Würde und Frephcitrauben.

Glaube niemand, daß ich einer Lebensart, diedie Vorsehung zu einem ihrer vornehmsten Mittelgebraucht bat, die Menschen zur bürgerlichen Gesell-schaft zu bereiten, etwas von ihrem Werth raubenwolle: denn auch ich esse Brod der Erde. Nurlasse man auch ander» Lebensarten Gerechtigkeit wic-derfahren, die der Beschaffenheit unsrer Erde nacheben sowohl zu Erzieherinnen der Menschheit be-stimmt sind, als das Leben der Ackerleute, Ueber-haupt bauet der kleinste Tbeil der Erdbewohner denAcker nach unsrer Weise und die Natur hat ihmsein anderweites Leben selbst angewiesen. Jene zahl-reiche Völkerschaften, die von Wurzeln, von Reiß,von Vaumfrüchtcn, von der Jagd des Was-sers, der Luft und der Erde leben, die ungezähltenNomaden, wenn sic sich gleich jetzo etwa nachbarli-ches Brod kaufen oder etwas Getreide bauen, alleVölker, die den Landbau ohne Eigenthum oder durchihre Weiber und Knechte treiben, sind alle noch ei-gentlich nicht Ackerleute; und welch ein kleiner Thcilder Erde bleibt also dieser künstlichen Lebensartübrig? Nun hat die Natur entweder allenthalbenihren Zweck erreicht, oder sie erreichte ihn nirgend.Der praktische Verstand der Menschen sollte in allenVarietäten aufblühen und Früchte tragen: darumward dem vielartigsten Geschlecht eine so viclartigc Erde.