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Zur Philosophie und Geschichte Theil 4 (1820) Ideen ; 2
Entstehung
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der Geschichte der Menschheit. 147

nische Wüste unzugangbar; das Schaf und die Ziegehaben der häuslichen Verfassung der Menschen, dasRind und der Esel dem Ackerbau und Handel derVölker aufgeholfen. Im einfachen Zustande lebtedas Menschengeschöpf ftcundlich und gesellig mit die-sen Thieren: schonend ging es mit ihnen um und

erkannte, was es ihnen zu danken habe. So lebtder Araber und Mongole mit seinem Roß, der Hirtmit seinem Schaaf, der Jager mit seinem Hunde,der Peruaner mit seinem Llacma *). Bei) einermenschlichen Behandlung gedeihen auch, wie allge-mein bekannt ist, alle Hülfsgeschöpfe der menschli-chen Lebensweise besser: sie lernen den Menschenverstehn und ihn lieben: es entwickeln sich Key ih-nen Fähigkeiten und Neigungen, von denen wederdas wilde noch das von Menschen unterdrückte Thierweiß, das in feister Dnmmbeit oder in abgenutzterGestalt selbst die Kräfte und Triebe seiner Gattungverlieret. In einem gewissen Kreise haben sich alsoMenschen und Thiere zusammengcbildet: der prak-tische Verstand jener hat sich durch diese, die Fähig-keit dieser hat sich durch jene gestärkt und erweitert.Wenn man von den Hunden der Kamtschadalen lie-fet : so weiß man kaum, wer das vernünftigere Ge-schöpf scy, ob der Hund oder der Kamtschadale?

Man lese z. B. in Ul loa (Nachr. von Amerika,Th. 1. S. rZi.) die kindische Freude, mit derder Peruaner eine Llacma zu seinem Dienst wei-het. Die Lebensarten der andern Völker mit ih-ren Thiercn sind aus Reisebeschreibungen genug-sam bekannt.

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