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Zur Philosophie und Geschichte Theil 4 (1820) Ideen ; 2
Entstehung
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der Geschichte der Menschheit. r23

und dasselbe genießen soll, mit seinen Gedanken umher:o wie zerreißet er sich und wird schwach und lebt oftmühseliger als die zu ihrem Glück enge-beschranktenThiere. Das Auge des unbefangenen Naturmen-schen blickt auf die Natur und erquickt sich, ohne eszu wissen, schon an ihrem Gewände; .oder es ar-beitet in feinem Geschäft, und indem es die Ab-wechselung der Jahrszeiten genießt, altert es kaumim höchsten Alter. Unzerstrcuet von Halbgedankenund unverwirrt von schriftlichen Zügen höret das Ohrganz, was es höret; es trinkt die Rede in sich, die,wenn sie auf bestimmte Gegenstände .weiset, dieSeele mehr als eine Reihe tauber Abstraktionen be-friedigt. So lebet, so stirbt der Wilde, satt abernicht überdrüßig der einfachen Vergnügen, die ihmseine Sinne gaben.

Aber noch Ein wobllhätigcs Geschenk verliehdie,Ne>ttir unserm Geschlecht, da sie auch den ge-dankcndürftigsten Gliedern desselben die erste Sprosseder feinern Sinnlichkeit, die erquickende Tonkunstnicht versagte. Ehe das Kind sprechen kann, ist csdes Gesanges oder wenigstens der ihm zutönendcnReize desselben fähig; auch unter den ungebildetenVölkern ist also auch Musik die erste schöne Kunst,die ihre Seele beweget. Das Gemahlde der Naturfürs Auge ist so mannigfalt-abwechfelnd und groß;daß der nachahmende Geschmack lange umhertrappen,und sich an der Barbarey des Ungeheuern, des Auf-fallenden versuchen muß, ehe er richtige Proportio-nen lernet. Aber die Tonkunst, wie einfach undrche sie scv, sie spricht zu allen menschlichen Herzenund ist nebst dem Tan; das allgemeine Freudenfestder Natur auf der Erde. Schade nur, daß aus zu