zärtlichem Geschmack die meisten Reisenden unsdiese knidlichen Tone fremder Völker versagen. Sounbrauchbar sie dem Tonkünstlec sepn mögen; sounterrichtend sind sie für den Forscher der Mensch-heit: denn die Musik einer Ratio» auch in ihrenunvollkommensten Gangen und Licblingstönen zeigt deninner» Charakter derselben d- i. die eigentliche Stim-mung ihres empfindenden Organs tiefer und wah-rer, als ihn die längste Beschreibung äußerer Zufäl-ligkeiten zu schildern vermöchte. —
Je mehr ich übrigens der ganzen Sinnlichkeitdes Menschen in seinen mancherlei) Gegenden undLebensarten nachspüre; desto mehr finde ich, daß dieNatur sich allenthalben als eine gütige Mutter be-wiesen habe. Wo ein Organ weniger befriedigt wer-den konnte, reizte sie es auch minder und läßt Jahr-tausende hindurch cs milde schlummern. Wo sie dieWerkzeuge vcrfeintc und öffnete, hat sie auch Mit-tel umhcrgclcgt, sie bis zur Befriedigung zu vergnü-gen ; ko daß die ganze Erde mit jeder zuückgehaltnenoder sich entfaltenden Organisation der Menschheitihr wie ein harmonischesSaitcnspicl zutönct, in demalle Töne versucht sind, oder werden versucht wer-den. —