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Zur Philosophie und Geschichte Theil 4 (1820) Ideen ; 2
Entstehung
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der Geschichte der Menschheit. 121

ja durch den Geruch spürt der Nord-Amerikaner so-gar seine Feinde aus und der Ancille umerscheidetdurch ihn die Fußtritte verschied» er Nationen. Sokönnen selbst die sinnlichsten, rhierartigen Kräfte desMenschen wachsen, nachdem sie gebauet und geübtwerden; der beste Anbau derselben indessen ist Pro-portion ihrer aller zu einer wahrbaft-menschlichen Le-bensweise, daß keine bcrrschc und sich keine verliere.Dies Vcrhaltniß ändert sich mit jedem Lande undKlima. Der Anwohner heißer Gegenden ißt mitwildem Geschmack für uns höchst cckelhaftc Speisen:denn seine Natur fordert sie als Arznepen, als ret-tende Wohlkhal *).

Gesicht und Gebör endlich sind die edelstenSinne, zu denen der Mensch schon seiner organischenAnlage nach vorzüglich geschaffen worden: denn beyihm sind die Werkzeuge dieser Sinne vor allen Mie-ren Kunstreich ausgcbildet. Zu welcher Scharfe ba-den manche Nationen Auge und Ohr gebracht! DerKalmuke sieht Rauch, wo ihn kein EuropäischesAuge gewahr wird: der scheue Araber horcht weitumber in seiner stillen Wüste. Wenn nun mit demGebrauch dieser scharfen und feinen Sinne sich zu-gleich eine ungestörte Aufmerksamkeit verbindet: sozeigen es abermals viele Völker, wie weit es auchim kleinsten Werk der Geübte vor dem Ungeübtenzu bringen vermöge. Die jagenden Völker kennenjeden Strauch und Baum ihres Landes: die Nord-Amerikaner verirren sich nie in ihren Wäldern;

*) Wilsons Beobachtungen über den Einfluß desKlima S. 93. u. f.