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Zur Philosophie und Geschichte Theil 4 (1820) Ideen ; 2
Entstehung
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i»6 Ideen zur Philosophie

sich sogar bey Weibern und in den schmerzhaftestenOperationen merkbar machen soll; *) wenn das Fac-tum wahr ist, dünkt michs sehr erklärlich, sowohlaus Veranlassungen des Körpers als der Seele.Seit Jahrhunderten nämlich boten viele Nationendieses Welttheils ihren nackten Leib der scharfen Lustund den scharfstechenden Insekten dar, und salbtenihn gegen diese zum Theil mit sscharfcn Salben:auch das Haar nahmen sie sich, das die Weiche derHaut mit befördert. Ein schärferes Mehl, laugcn-hafte Wurzel» und Kräuter waren ibre Speise, undes ist bekannt, in welcher genauen Uebereinstim-mung die verdauenden Werkzeuge mit der fühlendenHaut stehen; daher in manchen Krankheiten dieserSinn völlig schwindet. Selbst ihr unmäßiger Ge-nuß der Speisen, nach dem sic eben sowobl den ent-setzlichsten Hunger ertragen, scheint von dieser Un-empfindlichkeit zu zeugen, die auch ein Symptomvieler ihrer Krankheiten ist, **) und also zum Wchlund Weh ihres Klima gehöret. Die Natur bat siemit derselben allmählich gegen Nebel gewapnet, diesie mit einer größern Empfindlichkeit nicht ertragenkönnten, und ihre Kunst ging der Natur nach.Qualen und Schmerzen leidet der Nordamerikancrmit einer heroischen Unfühlbarkeit aus Grundsätzen derEhre: er ist von Jugend auf dazu gebildet worden,und die Weiber geben den Männern hierin nichtsnach. Stoische Apathie also auch in körperlichen

*) Robertsons Geschichte von Amerika. LH. i.S. 062.

") Ullva, LH. r. S. »88.