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Ideen zur Philosophie
schwinden sie traurig dahin: Seele und Mulh ist inihren Wäldern geblieben. Man lese z. B. die rüh-rende Geschichte der einsamen blühenden Familie, dieD o b r i tz h o fe r *) aus ibrer Wildnis zog: Mut-ter und Tochter starben bald dahin, und beyde rie-fen in Traumen ihren zurückaeblicbenen Sohnund Bruder so lange nach sich, bis er ebneWeh und Krankheit die Augen zuschloß. Nurdadurch wird es begreiflich, wie Nationen, dieerst tapfer, munter, herzhaft waren, in kurzer Zeitso weich werden konnten, wie sie die Jesuiten inParaguai und die Reisenden in Peru schildern: eineWeichheit, die dem Lesenden Schmerz erreget. Fürdie Folge der Jahrhunderte mag diese Ucberstrengungder Natur an einigen Orten ihre guten Wirkungenhaben , **) ob ich gleich, wenn sie allenthalben mög-lich wäre, auch hieran zweifle; für die ersten Ge-schlechter aber sowohl der Cultivatoren als der Cul-tivirten scheint dieses nicht also: denn die Naturist allenthalben ein lebendiges Ganze und willsanft befolgt und gebessert, nicht aber gewaltsambeherrschet scpn. Aus allen Wilden, die man plötz-lich ins Gedrang der Hauptstädte Europa's brach-
*) Dobrihhofers Geschichte der Abiponer Th. r.S. irä.
") S- William so ns Versuch, die Ursachendes veränderten Klima zu erklären. Berlin.Samml. LH. 7.