der Geschichte der Menschheit. 109
lebte, die Fische, von denen sonst Flüsse und Bächewimmelten, die Seen, Bäche, Quellen und Stro-me, der Regen, dciS dichte, hohe Gras in denWäldern u> f. sich sehr vermindert; sondern daßdiese Ausrottung auch auf das Lebensalter, die Ge-sundheit und Jahrszeiten zu wirken scheine. DieAmerikaner, sagt er, die bey Ankunst der Europäerein Alter von hundert und mehrern Jahren zurück-gelcgt, erreichen jetzt oft kaum das halbe Alter ih-rer Vater; woran nicht blos der MenschentödlcndeBranntwein und ihre veränderte Lebensweise, son-dern wahrscheinlich auch der Verlust so vieler wohl-riechenden Kräuter und kräftigen Pflanzen Schuldsey, die' jeden Morgen und Abend einen Geruchgaben, als ob man sich in einem Blumengartenfände. Der Winker sei) damals zeitiger, kalter, ge-sunder und beständiger gewesen; jetzt treffe der Früh-ling später ein, und sei), wie die Jahrszeitcn über-haupt , unbeständiger und abwechselnder." So er-zählt Kalm und wie local man die Nachricht ein-schranke, dürfte sie doch immer zeigen, daß die Na-tur selbst im besten Werk, das Menschen thun kön-nen , dem Anbau eines Landes, zu schnelle, zu ge-waltsame Uebergange nicht liebe. Die Schwäche dersogenannten cultivirten Amerikaner in Mexico, Peru,Paraguay, Brasilien; sollte sie nicht unter andernauch daher kommen, daß man ihnen Land und Le-bensart verändert hat, ohne ihnen eine EuropäischeNatur geben zu können oder zu wollen? Alle Na-tionen, die in den Wäldern und nach der Weiseihrer Väter leben, sind muthig und stark, sie wer-den alt und grünen wie ihre Baume; auf dem ge-baueten Lande, dem feuchten Schatten entzogen,