der Geschichte der Menschheit. ,07
Theil lächerliches Gemählde geben, wenn man die-sen Gegenstand mit seinen Felgen auch nur aus eig-nen Relationen der Uebergegangencn unpartheyischhervorholte. Mit grausendem Abscheu liesct man disNachrichten von manchen Europäischen Nationen -wie sie, versunken in die frechste Ueppigkcit und denfübllosesten Stolz, an Leib und Seele entarten undselbst zum Genuß und Erbarmen keine Kräfte m hrhaben. Aufgeblähete Menschenlarven sind sie, denenjedes edle, thätige Vergnügen entgeht) und in derenAdern der vergeltende Tod schleichet. Rechnet mannun noch die Unglückseligen dazu, denen beyde In-dien haufenweise ihre Grabstätte wurden, liefet mandie Geschichte der Krankheiten fremder Wclttheile,die die Englischen, Französischen und HolländischenAcrzte beschreiben, und schauet denn in die from-men Missionen, die sich so oft nicht von ihrem Or-dcnsklcide, von ihrer Europäischen Lebensweise tren-nen wollten, welche lehrreichen Resultate, die leider!auch zur Geschichte der Menschheit gehören, drin-gen sich uns auf!
2. Selbst der Europäische Fleiß g e-sitteter E 0 l 0 nicen in a n d e r n W e I t t h e i l e nvermag nicht immer die Wirkung desKlima zu andern. „In Nord-Amerika, bemerktKalm, *) kommen die Europäischen Geschlechtereher zu reifen Jahren, aber auch eher zum Alterund Tode, als in Europa. Er ist nichts seltnes,
) Götiinglsche Samml, von Reisen, Th. 10. rr'hin und wieder.