^04 Ideen zur Philosophie
im ?trm seines Weibes erst selbst zum lebenden Na-ttirgeschöpf erweckt werden. Auch in der genialischenBildung der Menschheit also ist Liebe die mächtigsteder Göttinnen: sie veredelt Geschlechter und hebt diegesunkncn wieder empor: eine Fackel der Gottbeit,durch deren Funken daS Licht des menschlichen Le-bens , hier trüber dort bellcr, glanzet. Nichts wi-derstrebet hingegen dem bildenden Genius der Naturenmehr, als jener kalte Hass oder jene widrige Eon-venienz, die arger als Haß ist. Sie zwingt Men-sch>n zusammen, die nicht für einander gehören undverewigt elende, mit sich selbst disbarmonischeGeschöpfe. Kein Thier versank je so weit, als indieser Entartung der Mensch versinket.
Schlußanmorkungen über den Zwist derGenesis und des Klima.
nigstens andcutend gesagt worden, der Anfang einerGrenzlinie zur Uebersicht dieses Streits gezogen wor-den. Niemand z. B. wird verlangen, daß in ei-nem fremden Klima die Rose eine Lilie, der Hundein Wolf werden soll: denn die Natur hat genaue
V.
^rre ich nicht, so ist mit dem
was bisher We-