Ideen zur Philosophie
ten die auf sie wirken, mochten sie möglich. Aberauch diese schwere Verwandlung ward nur von in-nen heraus bewirket. Jahrhunderte lang haben Na-tionen ihre Köpfe geformt, ihre Nasen durchbohrt,ihre Füße gezwungen, ihre Ohren verlängert; dieNatur blieb auf ihrem Wege, und wenn sie eine Zeit-lang folgen, wenn sie den verzcrrcten GliedernSafte zuführen mußte, wohin sie nicht wollte; so-bald sie konnte, ging sie ins Frepe wieder und vol-lendete ihren vollkommenem Typus. Ganz anders,sobald die Mißbildung genetisch war, und aufWegen der Natur wirkte; hier vererbten sich Miß-bildungen, selbst an einzelnen Gliedern. Sage mannicht, daß Kunst oder die Sonne des Negers Nasegeplattet habe. Da die Bildung dieses Theils mitder Eonformation des ganzen Schädels, des Kinns,des Halses, des Rückens zusammenhängt, und dassproßende Rückenmark gleichsam der Stamm desBaums ist, an dem sich die Brust und alle Gliederbilden: so zeigt die vergleichende Anatomie genug-sam , *) daß die Verartung die ganze Gestalt ange-griffen und sich keiner dieser festen Theile andernkonnte, ohne daß das Ganze verändert wurde. Ebendaher gehet die Negergestalt auch erblich über undkann nur genetisch zurück verändert werden. Setzetden Mohren nach Europa; er bleibt, was er ist:verheirathet ihn aber mit einer Weißen und EineGeneration wird verändern, was Jahrhunderte hin-
) S> Sömmering über die körperliche Ver-schiedenheit des Mohren vom Europäer. Mainz,784.