der Geschichte der Menschheit. Lg
3. Durch den Bau der Erde an dieGebirge ward nicht nrir für das großeMancherlcy der Lebendigen das Klimaderselben zahllos verändert: sondern
auch die Ausartung des Menschenge-schlechts verhütet, wie sie verhütetwerden konnte. Berge waren der Erde nöthig;aber nur einen Bergrücken der Mongolen und Tibe-taner gibts auf derselben; die hohen Eordillerasund so viel andre ihrer Brüder sind unbewohnbar.Auch öde Wüsten wurden durch den Bau der Erdean die Gebirge selten; denn die Berge stehen wieAblciter des Himmels da, und gießen ihr Füllhornaus in befruchtenden Strömen. Die öden Ufer end-lich , der kalte oder feuchte Meeresabhang ist allent-halben nur später entstandenes Land, welches alsoauch die Menschheit erst später und schon wohlge-nährt an Kräften beziehen durfte. Das Thal Quitowar gewiß eher bewohnt, als das Feuerland; Kasch-mire eher als Neuholland oder Nova-Zembla. Diemittlere größeste Breite der Erde, das Land derschönsten Klimatc zwischen Meer und Gebirgen wardas Erziehungshaus unsers Geschlechts, und ist nochjetzt der bewohnteste Theil der Erde. —
Nun ist keine Frage, daß, wie das Klima einInbegriff von Kräften und Einflüssen ist, zu demdie Pflanze, wie das Tbicr, bcyträgt, und der allenLebendigen in einem wechselseitigen Zusammenhängedienet, der Mensch auch darin zum Herrn der Erdegesetzt sey, daß er es durch Kunst andre. Seit-dem er das Feuer vom Himmel stahl, und seineFaust das Eisen lenkte, seitdem er Thiere und seineMitbrüder selbst zusammenzwang, und sie sowohl