der Geschichte der Menschheit. 83
gegenseitigste Klima empfinden. Ueber dem ist ausneueren Erfahrungen klar, daß jedes leöendige We-sen eine eigne Art hat, Wärme zu empfangen undvon sich zu treiben , ja daß, je organischer der Baueines Geschöpfes wird, und je mehr es eigne tha-tiqe Lebenskraft äußert, cs um so mehr auch einVermögen äußert, relative Warme und Kälte zu er-zeugen *). Die alten Satze, daß der Mensch nurin cincm Klima leben könne, das die Hitze des Blu-tes nicht übersteiget, sind durch Erfahrungen wider-legt; die neuern Systeme hingegen vom Ursprüngeund der Wirkung animalischer Warme sind langenoch nicht zu der Vollkommenheit gediehen, daß manauf irgend eine Weise an eine Klimatologie nur dcSmenschlichen Baues, geschweige aller menschlichenSeclcnvermvqen und ihres so willkührlichen Gebrau-ches denken konnte. Freylich weiß jedermann, daßWarme die Fibern ausdehne und erschlaffe, daß siedie Safte verdünne und die Ausdünstung fördere,daß sie also auch die festen Theile mit der Zeitschwammig und locker z» machen vermöge u. f. ldas Gesetz im Ganzen bleibt sicher, auch hat ma«aus ihm und feinem Gegensätze, der Kalte, man-
*) S. Crells Versuche über das Vermögen derPflanzen und Thiere, Warme zu erzeugen und zuvernichten. Hemlst. 1778. Crawfords Versucheüber das Vermögen der Thiere, Kälte hervor zu-bringen. ? 8 i 1 os. trsnssct. Vol. 71. x, s.XXXl.
") S. Gaudi s Pathologie, Lax. V. X. etc.Eine Logik aller Pathologien.
§ -