82
Ideen zur Philosophie
scn Ganzen noch wenig bekannt ist: *) so sind wirauch im Betrachte der Basis aller Klimate nach derWeltgegend des Pols ln r noch im Dunkeln. Viel-leicht, daß einst der Magnet im Reiche der physi-schen Kräfte wird, was ec uns eben so unerwartetauf Meer und Erde schon ward — —
Der Umschwung unsrer Kugel um sich und umdie Sonne bietet uns eine nähere Bezeichnung derKlimate dar; aber auch hier ist die Anwendung selbstallgemein anerkannter Gesetze schwer und trüglich.Die Zonen der Alten haben sich durch die neuereKenntniß fremder Welttheile nicht bestätigt, wie sicdenn auch, physisch betrachtet, ai f Unkunde derselbengebauet waren. Ein Gleiches ists mit der Hitze undKalte, nach der Menge der Sonnenstahlen und demWinkel ihres Ausfalls berechnet. Als mathemati-sche Aufgabe ist ihre Wirkung mit genauem Fleiß«bestimmt worden; der Mathematiker selbst aber wür-de es für einen Mißbrauch seiner Regel ansehcn,wenn der philosophische Geschichtschreiber des Klimadarauf Schlüsse oder Ausnahmen machte **). Hiergibt die Nahe des Meers, dort ein Wind, hierdie Höhe oder Tiefe des Landes, an einem viertenOrte nachbarliche Berge, am fünften Regen undDünste dem allgemeinen Gesetze eine so neue Lokal-Bestimmung, daß oft die nachbarlichsten Orte das
Siehe Brugmann über den Magnetismus.Satz rch — zr.
") S. Kästners Erläuterung der Halleyischen Me-thode, die Wärme zu berechnen. Hamb. Magaz.S. llrg. u. f.