der Geschichte der Menschheit. 78
der stehen und geben, ehe sie ein Jahr alt sind.Des Schwatzens müde, legen sie sich nieder undschlafen, bis sie der Hunger oder die Lust zum Essenaufwcckt: sobald sie erwacht sind, geht das Lachen,Schwatzen und Scherzen wiederum an; sie setzen csfort auf ihren Wegen, bis endlich der abgelebteKalifornier seinen Tod mit gleichgültiger Ruhe er-wartet. Die in Europa wohnen, fahrt der erwähnteMissionar fort, können zwar die Kalifornier ihrerGlückseligkeit halber beneiden, aber keine solche inKalifornien genießen, als etwa durch eine vollkom-mene Gleichgültigkeit, viel oder wenig auf dieserWelt zu besitzen, und sich dcm Wille» Gottes inallen Aufallen des Lebens zu unterwerfen. "
So könnte ich fortfahren und von mehrernNationen der verschiedensten Erdstriche, von denKamtschadalen bis zu den Fcuerlandern, klimatischeGemahlde liefern; wozu aber diese abgekürzten Ver-suche, da be>) allen gleisenden, die treu sahen odermenschlich theilnahmen, jeder kleine Zug ihrer Be-schreibung klimatisch mahlet. In Indien, auf diesemgroßen Marktplätze handelnder Völker, ist der Ara-ber und Sinese, dcr Türke und Perser, der Christund Jude, der Malaye und Neger, der Japanerund Gentu kennbar; *) auch auf der fernsten Küstetragt jeder den Charakrer seines Erdstrichs und sei-ner Lebensweise mit sich. Aus dem Staube allervier Welttheile, sagt die alte bildliche Tradition,ward Adam gebildet, und es ducchhauchtcn ihn Kräfteund Geister der weilen Erde. Wohin seit Jahrtau-
*) S. ItlloliinAtosIr Invels 1 ?, II. p, 27.