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66 Ideen zur Philosophie
ec von demselben nicht verändert werden? Es istviel zn wenig, wenn man ihn dem saugendenSchwamme, dem glimmenden Zunder vergleicht;eine zahllos- Harmonie, ein lebendiges Selbst ist er,auf welches die Harmonie aller ihn umgebendenKräfte wirket..
Der ganze Lebenslauf eines Menschen ist Ver-wandlung; alle seine Lebensalter sind Fabeln der-selben, und so ist das ganze Geschlecht in einer fort-gchenden Metamorphose. .Blüthen fallen ab undwelken: andere sprießen hervor und knospen: derungeheure Baum trägt auf einmal alle Jahreszei-ten auf seinem Haupte. Hat sich nun, nach demEalcul der Ausdüstung allein, ein achtzigjährigerMann wenigstens vier und zwanzigmal am gan-zen Körper erneuet; *) wer mag den Wechsel derMaterie und ihrer Formen durch das ganze Mcn-schcnreich auf der Erde in allen Ursachen der Ver-änderung verfolgen? Da kein Punkt auf unsrer viel-artigen Kugel, da keine Welle im Strome der Zeiteiner andern gleich ist. Die Bewohner Deutschlandswaren vor wenigen Jahrhunderten Patagonen, undsie sinds nicht mehr; die Bewohner künftiger Kli-mate werden uns nicht gleichen. Steigen wir nun>n jene Zeiten hinauf, da Alles auf der Erde an-ders gewesen zu seyn scheint, in jene Zeit z. B.,da die Elephantcn in Sibericn und Nord - Amerikalebten, da die großen Thiere vorhanden waren, de-
*) Nach B e rn u lli s. kkaller Ul^slol. 1>. VIII. I..3o, wo man einen Wald von Bemerkungen überdie Veränderungen des menschliche» Lebens findet.