der Geschichte der Menschheit. 55
und mahlen sich wie die meisten Indianer." —Sind das die Leute, die man uns als ein entnerv-tes, unreifes Gewächs der Menschheit hat vorstellenwollen? und diese wohnten in der cntncrvendsten Ge-gend des Isthmus.
Fermin, ein treuer Naturforscher, beschreibtdie Indier in Surinam als wohlgebildete und soreinliche Menschen, als cs irgend auf Erden g«-be *). „Sie baden sich, so bald sie aufstehen, undihre Weiber reiben sich mit Oel, theils zur Erhal-tung der Haut, theils gegen den Stich der MoS-kito's. Sie sind von einer Aimmetfarbe, welcheins Röthliche fallt; werden aber so weiß als wirgeboren. Kein Hinkender oder Verwachsener ist un-ter ihnen. Ihre langen pechschwarzen Haare wer-den erst im höchsten Alter weiß. Sie haben schwar-ze Augen, cin scharfes Gesicht, wenig oder keinenBart, dessen geringstem Merkmal sie durch Aus-reißen zuvor kommen. Ihre weißen schönen Zahnebleiben bis ins hohe Alter gesund, und auch ihreWeiber, so zärtlich sie zu sepn scheinen, sind vonstarker Gesundheit." Man lese Bankrofts Be-schreibung **) von den tapfern Earibbcn, den tra-gen Worrows, den ernsthaften Accawas, den ge-selligen Arrowanks u. f.; mich dünkt, so wird mandie Vorurtheile von der schwachen Gestalt und demnichtswürdigen Charakter dieser Indianer selvst inder heißesten Wcltgegcnd aufgeben.
*) Fermins Beschreibung von Surinam LH 1. S.Zg. Irr.
**) Bankrofts Naturgeschichte von Guiana Br. 3.