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Zur Philosophie und Geschichte Theil 4 (1820) Ideen ; 2
Entstehung
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der Geschichte der Menschheit. 41

desto reichern Maße des sinnlichen Genusses auszu-statten halte, so mußte sich dieses physiologisch zngen.

Die aufgeworfene Lippe wird auch bey weißen Men- A

schen in der Physiognomik für das Zeichen eines sehrsinnlichen, so wie ein feiner Purpurfaden derselbenfür das Merkmahl eines feinen und kalten Geschmak-kcs gehalten, andere Erfahrungen zu geschweige»;was Wunder also, daß bey diesen Nationen, denender sinnliche Trieb eine der Hauptglückseligkeiten ih-res Lebens ist, sich auch von demselben äußere Merk-male zeigen? Ein Negerkind wird weiß geboren;die Haut um die Nägel, die Brustwarzen und dieGeschlcchtsthcilc färben sich zuerst, so wie der Anlagenach sich eben dieser Consensus der Glieder unterandern Völkern findet. Hundert Kinder sind demNeger eine Kleinigkeit, und jener Alte bedauerte mitThränen, daß er deren nur siebenzig habe.

6) Mit dieser ölreichen Organisation zur sinnli-chen Wollust mußte sich auch das Profil und derganze Bau des Körpers ändern. Trat der Mundhervor, so ward eben dadurch die Nase stumpf undklein, die Stirn wich zurück, und das Gesicht bekamvon ferne die Achnlichkeit der Conformation zum Af-fenschädel. Hiernach richtete sich die Stellung desHalses, der Uebergang zum Hinterkopfe, der ganzeelastische Bau des Körpers, der bis auf Nase undHaut zum thierischcn sinnlichen Genüsse gemacht ist *).

*) Daß der Neger die Mittelpunkte der Bewegungnäher beysammen habe, folglich auch elastischer imKörper sey, als der Europäer, soll Camper inden Harlemschen erwiesen haben.