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Zur Philosophie und Geschichte Theil 4 (1820) Ideen ; 2
Entstehung
Seite
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Ideen zur Philosophie

Wie in diesem Welttheile, als im Mutterlande derSonnenwärme, die saftreichstcn höchsten Bäume sicherzeugen, wie in ihm Heerden der größcstcn, munter-sten , kräftigsten Thiere und insonderbeit die unqe-heure Menge Affen ihr Spiel haben, so daß in Luftund Strömen, im Meer und im Sande alles vonLeben und Fruchtbarkeit wimmelt: so konnte auchdie sich organissrende menschliche Natur, ihrem ani-malischen Thcile nach, nicht anders als diesem über-all einfachen Principium der bildenden Kräfte folgen.Die feinere Geistigkeit, die dem Geschöpf unter die-ser glühenden Sonne, in dieser von Leidenschaftenkochenden Brust versagt werden mußte, ward ihmdurch einen Fibernban, der an jene Gefühle nichtdenken ließ, erstattet. Laßt uns also den Neger,da ihm in der Organisation seines Klima kein edle-res Geschenk werden konnte, bedauern, aber nichtverachte»; und die Mutter ehren, die auch berau-bend zu erstatten weiß. Sorglos verlebt er sein Le-ben in einem Lande, das ihm mit überfließenderFreigebigkeit seine Nahrung darbcut. Sein geschlan-ker Körper plätschert im Wasser, als ob er fürsWasser gemacht sei); er klettert und läuft, als objedes seine Lustübung wäre; und eben so gesund undstark, als er munter und leicht ist, erträgt er durchseine andre Constitution alle Unfälle und Krankhei-ten seines Klima, unter denen so viele Europäererliegen. Was sollte ihm das quälende Gefühl-herer Freuden, für die er nicht gemacht war? DerStoff dazu war in ihm da ; aber die Natur wendetedie Hand und erschuf das daraus, was er fürsein Land und für die Glückseligkeit seines Le-