28 Ideen zur Philosophie
Stelle, >ro sie sich mit dem Geiste vermählen undin ollen Reitzen irdischer und himmlischer Schönheitnicht nur dem Auge, sondern mich der Seele sicht-bar weiden konnte; cs ist das dreyfache Griechen-land in Asien und auf den Inseln, in Gracia selbstund auf den Küsten der weitern Abendländer. LaueWestwinde fächelten das Gewächs, das von der Hö-he Asiens allmählich her verpflanzt war und durch-hauchtcn cs mit Leben: Zeiten und Schicksale kamenhinzu, den Saft desselben höher zu treiben und ihmdie Krone zu geben, die noch jedermann in jenenIdealen Griechischer Kunst und Weisheit mit Freu-den anstaunt. Hier wurden Gestalten gedacht undgeschaffen, wie sie kein Liebhaber TschirkassischecSchönen, kein Künstler aus Indien oder Kaschmireentwerfen können. Die menschliche Gestalt ging inden Olympus und bekleidete sich mit göttlicherSchönheit.
Weiter hin nach Europa verirre ich mich nicht.Es ist so formenreich und gemischt: es hat durchseine Kunst und Eultur so vielfach die Natur ver-ändert , daß ich über seine durch einander gemeng-ten, feine» Nationen nichts Allgemeines zu sagenwage. Vielmehr sehe ich vom letzten Ufer des Erd-strichs, den wir durchgangen sind, nochmals zurück,und nach einer oder zwey Bemerkungen gehen wirin das schwarze Afrika über.
olinp. 7. n. 17 - 20, In Lboiserrl Oonkkierxittorergne u. f. Die Dcnkmählcr der alten Grie-chischen Kunst gehen über alle diese Gemählde.