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Auf der Fahrt nach dem Vorsprung ward kein Wort mehrzwischen Wildtödter und seiner schönen Begleiterin gewechselt.Da Judith im Vvrderthcil des Canoe's saß, wandte sic ihm denRücken zu, sonst hätte vermnthlich der Ausdruck ihres Gesichtsihn veranlaßt, einige begütigende, tröstende Worte der Freund-schaft und Achtung gegen sie zu wagen. Was man kaum hätteerwarten sollen — sie empfand noch immer keine Bitterkeit gegenihn, obwohl ihre Farbe häufig von der flammenden Nöthc derkränkenden Beschämung zur Blässe der getäuschten Erwartungüberging. Kummer, tiefer herzinniger Kummer jedoch war dasvorwalteude Gefühl, und dieser verriet!) sich auch in einer nichtzu mißdeutenden Weise.
Da keines von Beiden sich sehr anstrengte mit Rudern, wardie Arche schon angekommen und die Mannschaft ausgeschifft, ehedas Cauoe mit den zwei Nachzüglern den Vorsprung erreichte.Chingachgvok war ihr vorgekommen, und befand sich schon ineiniger Entfernung waldciuwärts auf einer Stelle, wo die bei-den Pfade, der nach der Garnison und der zu den Dörfern derDelaware» führende, sich trennten. Auch die Soldaten hattensich schon in Marschlinie gestellt, nachdem sie zuvor die Archehatten wegtreibcn lassen, gänzlich gleichgültig gegen ihr Schicksal.Alles das sah Judith, aber sie beachtete es nicht. Der Glim-merglas hatte keine Reize mehr für sie; und als sic den Fußan's Land gesetzt, schlug sie sogleich den Pfad der Soldatenein, ohne einen einzigen Blick hinter sich zu werfen. Selbstan Hist ging sie vorbei, ohne von ihr Kunde zu nehmen; unddies; bescheidene junge Geschöpf scheute vor Judiths abgewandtemGesicht zurück, wie wenn sie selbst eines Unrechts sich schuldigwüßte.
„Wartet Ihr hier, Schlange," sagte Wildtödter, der demSchatten der niedergeschlagenen Schönheit folgte, als er an sei-