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12 (1853) Der Wildtöter : eine Erzählung
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Es ist besser für Beide, wenn ich Eure unüberlegte Hast mirnicht zu Nutze mache, Judith. Wir können uns nimmermehrheirathen."

Ihr liebt mich nicht, Euer Herz ist vielleicht nicht imStande mich zn achten, Wildtödtcr!"

Alles und Jedes in guter Freundschaft, Judith Alles,meine Dienste und mein Leben selbst. Ja, ich wollte so vielfür Euch wagen, in diesem Augenblick, als für Hist selbst; unddas ist so viel gesagt, als ich nur zn Gunsten einer Tochterdes Weibes sagen kann. Ich glaube, ich fühle mich gegen Keinevon Beiden so gesinnt merkt cs, Judith, ich sage Keine! als möchte ich Vater und Mutter verlassen wen» Vaterund Mutter noch lebten, was jedoch nicht der Fall istaber wenn Beide noch lebten, so fühle ich mich gegen keinWeib so gesinnt, das; ich jene verlassen möchte, um ihr anzu-hängen."

Das ist genug," antwortete Judith mit beschämter und er-stickter Stimme.Ich verstehe ganz, was Ihr meint. Heirathenkönnt Ihr nicht ohne Liebe; und diese Liebe fühlt Ihr fürmich nicht. Antwortet nicht, wenn ich recht habe, denn ich ver-stehe Euer Schweigen. Dies; schon für sich wird peinlich genugsein."

Wildtödtcr gehorchte und antwortete nicht. Langer als eineMinute hielt das Mädchen ihre glänzenden Augen ans ihn ge-heftet, als wollte sie in seiner Seele lesen; während er imWasser spielend dasas;, wie ein gestrafter Schnlknabe. Dannsenkte Judith selbst ihre Ruderschanfel in's Wasser, und triebdas Canoe von der Stelle weg, mit einer so widerstrebendenBewegung, als die Gefühle, welche sic dazu veranlasiten.Wildtödtcr jedoch unterstützte ruhig ihre Anstrengung, undbald waren sie ans der spurlosen Bahn, die der Delaware ein-gcschlagen.