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12 (1853) Der Wildtöter : eine Erzählung
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zur Zartheit gedämpft war durch seiueu Wunsch nicht zu be-leidigen.

Ihr habt das nicht wohl bedacht, Judith," sagte ernein,Eure Gefühle sind aufgeregt durch Alles, was sieb jüngst znge-tragcu, und weil Ihr Euch ohne Verwandte und Freunde in derWelt glaubt, seid Ihr allzu hastig, Jemand zu finden, der dieStellen der Verlorenen äusfülle."

Lebte ich in einem ganzen Schwarm von Freunden undVerwandten, Wildtödter, ich würde dennoch denken, wie ichjetzt denke sagen, was ich jetzt sage," erwiederte Judith,die noch immer mit den Händen ihr liebliches Angesicht ver-hüllte.

Dank Euch, Mädchen, Dank Euch von Grund meines Her-zens. Indessen ich bin nicht der Mann, der den Vortheil einesschwachen Augenblicks benützen sollte, wo Ihr Eure eigenengroßen Vortheile vergesst, und meint, die Erde mit Allem, wassie enthält, sei i» diesem kleinen Canoe. Nein nein Ju-dith, es wäre ungroßmüthig von mir; was Ihr mir angebotenhabt, kann nie in Erfüllung gehen!"

Es kann wohl, und das ohne daß Eines Ursache zur Renehätte," versetzte Judith mit einer Heftigkeit des Gefühls undBenehmens, die sie auf einmal die Hände von den Angen wcg-ziehen machte.Wir können die Soldaten veranlassen, unsereHabseligkeiten auf dem Weg znrückznlassen, bis wir znrück-kehren, wo wir sie dann leicht in's Haus schaffen können; derSee wird nicht mehr vom Feind heimgesncht werden, währenddieses Krieges wenigstens; alle Eure Häute könnt Ihr leicht beider Garnison verkaufen. Dort könnt Ihr die wenigen unsnothwcndigen Lebensbedürfnisse einkanfen, denn ich wünschejenen Ort nie wieder zu betreten; und, Wildtödter," fuhr dasMädchen fort, und lächelte mit einer Holdseligkeit und Natür-lichkeit, daß es dem jungen Mann schwer wurde, ihr zn wider-