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12 (1853) Der Wildtöter : eine Erzählung
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und Gefahren und Rettungen eines ganzen Lebens in wenige Tagesich znsammengedrängt haben; und die mit einander bei solchenScenen gelitten und gehandelt haben, dürfen sich nicht als ein-ander fremd fühlen. Ich weist, daß, was ick zu sage» im Be-griff bin, von den meisten Männer» mißverstanden werden würde;aber von Euch hoffe ich eine großmüthige Auslegung meinerHandlungsweise. Wir befinde» uns hier nicht inmitten derKünste und Täuschungen der Ansiedelungen, sondern wir sindjunge Leute, welche keine Gelegenheit haben, einander in irgendeiner Weise oder Form zu betrügen. Ich hoffe, ich rede ver-ständlich."

Gewiß, Judith; Wenige conversiren besser als Ihr, undwohl Keine angenehmer.' Eure Worte sind so gefällig wie EuerAussehen."

Die Art und Weise, wie Ihr dies; Aussehen so oft gerühmthabt, ist cs, was mir Mnth gibt, fortznfahren. Dennoch, Wild-tödter, ist es nichts Leichtes für Eine von meinem Geschlecht undmeinen Jahren, alle Lehren ihrer Kindheit, all' ihre Angewöhnun-gen und ihre natürliche Schüchternheit zu vergessen, und offenheransznsagen, was ihr Herz fühlt!"

Warum nicht, Judith? Warum sollten nicht Frauen so gutwie ein Mann offen und redlich mit ihren Mitmenschen verkeh-ren? Ich sehe keinen Grund, warum Ihr nicht so geradeheraussprechen solltet, wie ich, wenn Ihr etwas wirklich Wichtiges zusagen habt."

Die unüberwindliche Bescheidenheit, welche den jungen Mannnoch immer die Wahrheit nicht ahnen ließ, würde das Mädchenganz entmnthigt haben, wäre nicht ihre Seele, wie ihr ganzesHerz entschlossen und begierig gewesen, einen verzweifelten Ver-such zu wagen, um sich vor einer Zukunft zu retten, welche siemit einem Abscheu fürchtete, der nicht minder lebhaft war, alsdie deutliche Sicherheit, womit sie dieselbe vorherzusehen wähnte.