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abtritt vor einem Krieg, aus Furcht vor einem Krieg, und dem,daß man cs abtritt, nach einem Krieg, weil man nicht anderskann — wenn nicht der, daß letzteres das Mannhaftere und Eh-renhaftere ist."
„Kein Weib würde je wünschen, zu sehen, daß ihr Gatte oderBruder ruhig Hinstände und sich Schimpf und Hohn gefalle»ließe, Wildtödter, wie sehr sie auch darüber trauerte, wenn erin die Gefahren der Schlacht sich stürzte. Aber Ihr habt schongenug gcthan, diese Gegend von den Hnronen zu säubern; dennEuch vornehmlich verdankt man den Ruhm unseres letzten Sieges.Jetzt hört mich geduldig an, und antwortet mir mit der angebo-rene» Redlichkeit, welche bei Einem von Eurem Geschlecht zusehen eben so erfreulich als selten Zst."
Judith hielt inne; denn jetzt, wo sie gerade auf dem Punktestand, sich zu erklären, behauptete natürliche Sittsamkeit ihreMacht, trotz der ermuthigcndcn Zuversicht, welche die große Un-befangenheit und Treuherzigkeit von ihres Gesellschafters Charakterihr einflößte. Ihre Wangen, die erst noch so bleich gewesen,flammten, und ihre Angen leuchteten fast wieder mit ihrem frühemGlanze. Ihre Gemüthsbewcgnng gab ihrem Angesicht Ausdruckund ihrer Stimme Weichheit, und machte sie, die immer so schönwar, dreifach einnehmend und verführerisch.
„Wildtödter," begann sie wieder nach einer ansehnlichen Panse,„dicß ist nicht ein Augenblick für Verstellung, Täuschung oderUnvffenherzigkeit irgend einer Art. Hier, über meiner MutterGrab, »nd über dem Grabe der wahrheitsliebenden, wahrheit-redenden Hetty scheint alles versteckte, unredliche Verfahren nichtam Platze. Ich will daher ohne Zurückhaltung, und ohne alleFurcht, mißverstanden zu werden, zu Euch sprechen. Ihr seidmir nicht ein Bekannter von einer Woche her, sondern cs ist mir,als kennte ich Euch seit Jahren. So viel, und so viel Wichti-ges ist in dieser kurzen Zeit vorgefallen, daß die Bekümmernisse