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sanfte Seele des unglücklichen Mädchen war schon weit erhabenund entrückt über die Jrrthümer oder Täuschungen irgend einesmenschlichen Rituals. Es fehlte jedoch diesen einfachen Bräuchennicht ganz an geziemender Begleitung und Znthat. Die Thrä-nen Judiths und Hists flohen ungehemmt, und Wildtödter starrtein das klare Wasser, das jetzt über Einer wogte, deren Geistnoch reiner sogar war, als seine eigenen Gebirgsqnellcn, mitglänzenden Angen. Selbst der Delaware wandte sich ab,seine Rührung zu verbergen, während die gemeinen Soldaten derCeremonie mit staunenden Angen und ernsteren Empfindungenzusahen.
Mit dieser frommen Pflichterfüllung schloß sich das Geschäftdes Tages. Auf Befehl des kommandircnden Offiziers begabensich Alle früh zur Ruhe, denn es war der Plan, mit Tagesan-bruch den Rückmarsch wieder anzutreten. Eine Abtheilnng, welchedie Verwundeten, die Gefangenen und die Trophäen mit sichführte, hatte wirklich schon im Laufe des Tags, unter Hnrry'sFührung, das Kastell verlassen, mit der Absicht, in kürzerenMärschen das Fort zu erreichen. Sie war auf dem oft erwähn-ten Vorsprung, den wir auf den ersten Blättern beschrieben ha-ben, an's Land gesetzt worden; und als die Sonne nnterging,lagerte sie schon auf der Höhe der lang hingestreckten, unterbro-chenen, unebenen Hügel, die gegen das Thal des Mohawk hinabfielen. Der Abmarsch dieser Abtheilnng hatte die Pflichtendes folgenden Tages sehr vereinfacht, indem er den Marsch umdas Gepäck und die Verwundeten erleichterte, und überhaupt demBefehlshaber größere Freiheit in seinen Bewegungen ließ.
Judith sprach nach dem Tode ihrer Schwester mit Niemandals mit Hist, bis sie sich für diese Nacht zur Ruhe begab. Manhatte ihren Kummer geachtet, und die beiden Mädchen mit demLeichnam, bis auf den letzten Augenblick, ungestört allein gelas-sen. Das Raffeln der Trommeln unterbrach die Stille dieses
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