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12 (1853) Der Wildtöter : eine Erzählung
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Zweiunddreißigstcs Kapitel.

,,Du kannst nicht mit! Hör' an, icl) bitt'.Hör' an und last es sein.

Was ist der Wald für AufenthaltFür dich, du Mädchen fein!

In Frost und Schnee, in Durst und Weh.In Hunger, Furcht und Schmerz;

Nein. Mädchen, nein! es kann nicht sein.Bleib' hier und still' dein Herz.

WaS wird die Stadt, die Zungen hat.

So scharf wie Spieß und Schwert.

Für bitt're Schmach dir reden nach.

Wenn sie die Flucht erfährt?"

Das nußbraune Mädchen (nach Herders Bearbeitung).

Der noch übrige Tag ward ein sehr melancholischer, ob-gleich es nicht an lebhafter Thiitigkeit fehlte. Die Soldaten,welche vor Kurzem beschäftigt gewesen, ihre Opfer zn beerdigen,hatten jetzt die Aufgabe, ihre eigenen Tobten zn bestatten. DieScene des Morgens hatte einen trüben Eindruck bei all' denGentlcmen der Truppe znrückgelaffen; und die Uebrigen empfan-den den Einfluß einer ähnlichen Stimmung in verschiedener Weise,und in Folge verschiedener Ursachen. Stunde um Stunde schlepptesich hin bis der Abend anbrach, und dann kamen die letzten trau-rigen Pflichten zn Ehren der armen Hetty Hutter. Ihr Leichnamwurde in den See versenkt, neben dem der Mutter, die sie so ge-liebt und geehrt hatte; und der Wundarzt, obwohl in der Thatein völliger Ungläubiger, bcgnemte sich so weit dem hergebrach-ten Anstand und Brauch, daß er über ihrem Grabe das Leichen-gebet las. wie er früher schon über dem Grabe der andern ge-fallenen Christen gethan hatte. Es war gleichgültig, das allse-hende Auge, das in den Herzen liest, wußte dennoch wohl zuunterscheiden zwischen den Lebendigen und den Tobten, und die