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schwachsinnig, nnd die rothen Männer habe» mir nie znvor einLeid gethan. Es würde mich bekümmern, wenn ich denken müßte,sie hätten ihren Sinn geändert. Es freut mich auch, Judith, daßsie Hurry nicht verletzt haben. Wildtödtern, glaube ich, wird Gottvon Niemand ein Leid widerfahren lassen. Es war ein großesGlück, daß die Soldaten gerade in dem Augenblick kamen, denndas Feuer muß brennen."
„Es war in der That ein Glück, meine Schwester; Gottesheiliger Name sei immerdar gepriesen für diese Barmherzigkeit!"
„Ich glaube fast, Judith, du kennst Einen oder den Andernvon den Offizieren; du kanntest ja immer so Viele!"
Judith antwortete nicht; sie verbarg ihr Gesicht in den Hän-den nnd stöhnte. Hctty schaute sie verwundert an; aber natürlichvoranssetzend, ihr eigner Zustand sei der Grund dieser Betrnbniß,suchte sie ihre Schwester freundlich zu trösten.
„Sei wegen meiner unbekümmert," sagte das gefühlvolle undherzensreine Geschöpf. „Mir widerfährt nichts Schlimmes, wennich sterbe; sind ja Vater und Mutter Beide todt, nnd was ihnen,geschah, mag mir immerhin auch geschehe». Du weißt, cs ist anmir weniger gelegen, als an Einem von der Familie; daher wer-den Wenige an mich denke», wenn ich einmal im See liege."
„Nein, nein, nein — arme, liebe, liebe Hetty!" rief Judithin einem unbezähmbaren Ausbruch von Jammer, — „ich wenig-stens werde immer an dich denken; nnd freudig, oh! wie freudigwürde ich mit dir tauschen, um das reine, herrliche, snndenloseGeschöpf zu sein, das du bist!"
Bis jetzt war Kapitän Warley an die Thüre der Kajüte ge-lehnt, gestanden; als dieser Ausbruch von Schmerz, nnd vielleichtvon Rene, das schöne Mädchen übermannte, schritt er langsamnnd nachdenklich weg, nnd ging selbst an dem Fähnrich, der ebendie Behandlung des Wundarzts zu erdulden hatte, vernber, ohnevon ihm Kunde zu nehmen.