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12 (1853) Der Wildtöter : eine Erzählung
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Ich habe meine Bibel hier, Judith!" cnvicderte ihre Schwestermit triumphirender Stimme.Es ist wahr, ich kann nicht mehrlesen; es ist Etwas vor meinen Auge»; du erscheinst mir fernund dämmernd und so auch Hnrry, wenn ich ihn jetzt anblicke; ci, ich hätte nie geglaubt, daß Henry March so matt und grauaussehen könnte! Was mag der Grund sein, Judith, daß ichheute so schlecht sehe? ich, von der Mutter immer sagte, ich hättedie besten Augen in der ganzen Familie? Ja, das war es, meinGeist war schwach was die Leute halbklng nennen abermeine Angen waren so gut."

Judith stöhnte wieder; dießmal war es kein ans sie selbst Be-zug habendes Gefühl, kein Rückblick in die Vergangenheit, wassie schmerzlich ergriff. Es war der reine, herzinnige Jammerschwesterlicher Liebe, erhöht durch das Gefühl von der sanftenDemnth und vollkommenen Wahrhaftigkeit des Wesens, das vorihr lag. In diesem Augenblick hätte sie gern ihr eigenes Lebenhingegeben, um das Hctty's zu retten. Da aber dies; außer demBereich menschlicher Macht lag, fühlte sie, daß ihr Nichts übrigbleibe, als Trauer und Kummer. In diesem Augenblick kamWarlcy wieder in die Kajüte zurück, gezogen von einem geheimenAntrieb, dem er nicht widerstehen konnte, obgleich cs ihm ebenjetzt zu Mnthe war, als würde er gern den amerikanische» Kon-tinent für immer verlasse», wenn es thnnlich wäre. Statt ander Thnre stehen zu bleiben, trat er jetzt so nahe an das Lagerder Leidenden, daß er ihr deutlicher sichtbar wurde. Hctty konntenoch größere Gegenstände unterscheiden, und ihr Blick heftete sichbald, ans ihn.

Seid Ihr der Offizier, der mit Hnrry kam?" fragte sie.Wenn Ihr cs seid, so sind wir Euch Alle Dank schuldig; dennwenn auch ich verwundet bin, ist doch das Leben der klebrigengerettet. Hat Euch Harry March gesagt, wo wir zu finden undwie bedürftig wir Eurer Hilfe seien?"