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12 (1853) Der Wildtöter : eine Erzählung
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des Kreises dastand, war er durch die neue» Farben sv entstellt,daß ihn der Jäger anfänglich nicht erkannte. Er nahm aber dvcheine trotzige, herausfordernde Miene an, und fragte hochmüthig:wer irgend Etwas gegen Briarthorn sagen könne.

Daö fragt Euch selbst," fuhr Hist lebhaft fort, obwohl ihrBenehmen etwas minder gesammelt erschien; ein Anfing von Zer-streutheit oder Abwesenheit wurde dem Wildtödter und Judith, wonicht auch Andern, bemerklich.Fragt das Euer eigenes Herz,kriechendes Wiesel der Delaware»; tretet nicht hier ans mit derMiene eines unschuldigen Mannes. Geht, schaut in die Quelle;seht die Farben Eurer Feinde auf Eurer lugenden Haut; dannkommt zurück und prahlt, wie Ihr Eurem Stamme entflohen seid,und das Tuch der Franzosen zu Eurer Bekleidung machtet! MaltEuch immerhin so bunt an wie der Kolibri, Ihr bleibt dochschwarz wie die Krähe!"

Hist war während ihres Aufenthaltes unter den Hnronen svgleichmäßig sanft gewesen, daß sie jetzt ihre Sprache mit Erstau-nen anhörten. Dem Angeschnldigtcn selbst kochte das Blut inden Adern; und es war gut für die hübsche Sprecherin, daß esnicht in seiner Macht stand, die Rache anszuüben, die er, trotzseiner vorgeblichen Liebe, ihr auzuthnn vor Begierde brannte.

Wer will Etwas von Briarthorn?" fragte er finster.Wenndas Bleichgesicht des Lebens überdrüssig ist; wenn es indianischeMartern fürchtet, so sprecht, Rivenoak! ich will ihn den Kriegernnachsenden, die wir verloren haben."

Nein, Häuptling; nein, Rivenoak," unterbrach ihn Hist leb-haft.Wildtödter fürchtet Nichts; am allerwenigsten eine Krähe!Bindet ihn los zerschneidet die Bastseilc stellt ihn Stirngegen Stirn diesem krächzenden Vogel gegenüber; dann laßt »nssehe», wer des Lebens überdrüssig ist."

Hist machte eine rasche Bewegung vorwärts, als wollte sieeinem jungen Manne ei» Messer ans der Hand nehmen, und in