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12 (1853) Der Wildtöter : eine Erzählung
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Entdeckung erweckte sofort Mißtrauen gegen Hist; und zu JudithsErstaunen zeigte dieß kluge Mädchen, als inan sie darüber zurRede setzte, keine Neigung, ihre Theilnahme an dem, was vor-gegangcn war, zu läugnen.

Warum sollte ich dem Wildtödter nicht helfen?" fragte dasMädchen im Ton eines Weibes von festem Willen und Gcmüth.Er ist der Bruder eines Dclawaren-Hänptlings; mein Herz ist ganzdelawarisch. Kommt hervor, erbärmlicher Briarthorn, »nd waschtdie Jrokesen-Bemalnng von Eurem Angesicht, steht vor die Huro-nen hin, als die Krähe, die Ihr seid; Ihr würdet eher das AasEurer eignen Tobten essen, als Hunger leiden. Stellt ihn Wild-tödter gegenüber, Stirn gegen Stirn, Häuptlinge und Krieger,ich will euch zeigen, welch einen großen Schurken ihr in euremStamme geduldet habt."

Diese kühne Rede, in ihrer eigenen Sprache und mit dem zu-versichtlichsten Benehmen vorgetragen, machte einen tiefen Eindruckunter den Hnronen. Verrätherei zieht immer Mißtrauen nach sich;und obgleich der Neberlänfer Briarthorn dem Feinde gut zu dienensich bestrebt hatte, hatten seine Bemühungen und sein Eifer ihmdoch wenig mehr als Duldung gewonnen. Sein Wunsch, Histznm Weibe zu bekommen, hatte ihn zuerst veranlaßt, sie und seineigenes Volk zu verrathen; aber ernste Nebenbuhler in Betreffseines ersten Zweckes waren unter seinen neuen Freunden erstanden,deren Sympathie für den Verräther nur noch geringer wurde.Mit einem Wort, man hatte Briarthorn nur noch im Huronenlagersich anfznhalten gestattet, wo er so genau und eifersüchtig bewachtwurde, wie Hist selbst; er ließ sich selten vor den Häuptlingenblicken, und hielt sich geflissentlich ferne von Wildtödters Auge,der bis ans diesen Augenblick gar nichts von seiner Anwesenheitgewußt hatte. So anfgefordert aber konnte er sich unmöglichmehr im Hintergrund halten.Die Jrokesen-Bemalnng von seinemGesicht abwaschen" das that er nicht; denn als er inmitten