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eigener Person dem Gefangenen jenen Dienst leisten; aber einbejahrter Krieger verhinderte es ans einen Wink Rivenoaks. DieserHäuptling beobachtete mit Mißtrauen Alles, was das Mädchenthat; denn während sie mit der entschlossensten Haltung die prahle-rischste Sprache führte, war in ihrem Wesen doch etwas Unsicheresund Erwartungsvolles, was einem scharfen Beobachter nicht ent-gehen konnte. Sic spielte ihre Rolle gut; aber zwei oder dreivon den altern Männern waren gleicherweise überzeugt, daß esnur eine Nolle war. Daher ward ihr Vorschlag, Wildtödter los-zubinden, verworfen; und die in ihren Erwartungen getäuschteHist sah sich in dem Augenblick von dem Baume znrückgewiesen,wo sie schon ihr Vorhaben gelungen wähnte. Zur gleichen Zeitward der Kreis, der nachgerade wirr und enge geworden, wiedererweitert und in Ordnung gebracht. Rivenoak verkündigte jetztdie Absicht der alten Männer, weiter im Werke zu schreiten, dadie Verzögerung jetzt lange genug gedauert habe und zu keinemErgebniß führe.
„Halt, Hnrone! halt, Häuptlinge!" rief Judith, kaum wissend,was sie sagte oder warum sie sich dareinlegte, als etwa um Zeitzu gewinnen; „um Gottes willen, nur noch eine Minute —"
Die Worte wurden ihr im Munde abgeschnitten durch eineneue und noch außerordentlichere Unterbrechung. Ein junger In-dianer kam durch die Reihen der Hnronen gesprungen, und hüpftemitten in den Kreis hinein, in einer Weise, welche die höchste Zu-versicht oder eine an Tollkühnheit grunzende Verwegenheit bezeich-nete. Fünf oder sechs Schildwachen standen noch am See an ver-schiedenen und entfernten Punkten; und es war der erste GedankeRivenoaks, Einer von diesen sei mit wichtigen Zeitungen ange-kommen. Aber die Bewegungen des Ankömmlings waren so hastig,und sein Anzng, der ihm kaum mehr Gewandung ließ als eineantike Statue hat, hatte so wenig Anszeichnendes, daß es ans denersten Anblick unmöglich war, zu bestimmen, ob er ein Feind oder