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Eine Geberde Rivenoaks gebot, die zerstreuten Brände wiederzu sammeln; frisches Holz ward gebracht, und selbst Weiber undKinder waren eifrig und geschäftig, trockene Stecken herbeizn-schaffen. Die Flamme loderte eben znm zweiten Mal auf, alseine Indianerin durch den Kreis sich drängte, auf den Haufenznschritt, und mit dem Fuß noch zu rechter Zeit die brennendenZweige bei Seite stieß, um das Anfflammc» des Ganzen zu ver-hindern. Ein gellender Schrei folgte auf diese zweite Störung;aber als die Thätcrin sich gegen den Kreis wandte, »nd Hists An-gesicht erkannt wurde, erfolgte ein allgemeiner Ausruf der Freudeund Ueberraschnng. Eine Minute lang blieb jeder Gedanke, dasvorliegende Geschäft fortznsetzcn, vergessen, und Alt und Jungdrängten sich hastig um das Mädchen, eine Erklärung ihrer plötz-lichen, unerwarteten Zurückknnft begehrend. In diesem kritischen-Augenblick sprach Hist mit leiser Stimme zu Judith, gab ihr einenkleinen Gegenstand ungesehen in die Hand, und wandte sich daun,um die Begrüßungen der huronischen Mädchen zu erwiedern, beidenen sie persönlich sehr beliebt mar. Judith gewann ihre Fassungwieder und handelte rasch. Das kleine, scharfschneidende Messer,das Hist ihr in die Hand gedrückt hatte, ward vvn Judith in dieHand Hctty's befördert, als die sicherste und am wenigsten verdäch-tige Vermittlerin an Wildtödter. Aber der schwache Verstand derLetzter» vereitelte die wohlbcgrnndeten Hoffnungen von allen Dreien.Statt erst die Hände des Opfers losznmachen, »nd ihm dannheimlich das Messer in die Kleider zu stecken, damit er im gün-stigsten Augenblick sich desselben bedienen konnte, machte sie sichselbst mit Ernst und Einfalt an's Werk, die Seile zu zerschnei-den, welche seine» Kopf gebunden hielten, damit er nicht wiederin Gefahr komme, Flammen einznathmcn. Natürlich sah mandieß bedächtliche Beginnen, und that Hetty's Händen Einhalt, ehesie mehr als den ober» Theil von des Gefangenen Leib, die Armeunter den Ellbogen nicht miteingeschlossen, befreit hatte. Diese