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der Geschichte der Judith in der Bleichgesichter bestem Buch, derBibel. Wenn ich eiu Vogel mit schönen Federn bin, so habe ichauch meinen Namen."
„Nein," antwortete der schlaue Hnrone, seine lange geübteList und Verstellung verrathcnd, indem er mit ziemlicher Richtig-keit Englisch sprach, „ich nicht Gefangenen fragen. Er ermüdet;der Ruhe bedürfen. Ich frage meine Tochter mit dem schwachenGeist. Sie die Wahrheit sprechen. Kommt her, Tochter; Ihrantworten. Euer Name Hetty?"
„Ja, so nennt man mich," antwortete das Mädchen, „obwohler in der Bibel Esther geschrieben ist."
„Es ihn auch in die Bibel schreiben! Alles in die Bibelschreiben. Einerlei — was ihr Name?"
„Der ist Judith, und er ist so in der Bibel geschrieben, ob-gleich der Vater sie manchmal Jude nannte. Das ist meineSchwester Judith, Thomas Hutters Tochter — Thomas Hutters,den Ihr Bisamratte nanntet, obgleich er keine Bisamrayc war,sondern ein Mensch wie Ihr — er wohnte in einem Hans ansdem Wasser, und das war genug für Euch!"
Ein trinmphirendes Lächeln blihte über das hartgesnrchte Ge-sicht des Häuptlings, als er sah, wie pvllständig ihm der Versuchgelungen, die wahrheitsliebende Hetty znm Sprechen zu bringen.Judith selbst, im Augenblick, wo ihre Schwester befragt wurde,erkannte, daß Alles verloren war, denn kein Winken, kein Bittenselbst, hätte das redlichgesinnte Mädchen vermocht, eine Lüge zureden. Das; der Versuch, eine Tochter der Bisamrahe den Wildenals eine Fürstin oder als eine vornehme Dame anszngeben, miß-lingen mußte, wußte sie; und sie sah ihren kecken und sinnreichenEinfall zur Befreiung des Gefangenen durch eine der einfachstenund natürlichsten Ursachen, die man sich denken konnte, scheitern.Sie richtete daher ihr Auge auf Wildtödtcr, ihn gleichsam an-stehend, sich der Sache anznnehmen, um sic Beide zu retten.