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12 (1853) Der Wildtöter : eine Erzählung
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ihre» Pflichte» »»treu werden, wenn es selbst den Geringen undNiedrigen so hart ankommt, zu thnn, was recht ist, und zu un-terlassen, was unrecht ist. Und dann, wie Eine üble Handlungandere nach sich zieht! Wäre jetzt nicht dieser mein Urlaub, dermich bald zu den Mingo's zurückführt, so würde ich dieser Krea-tur Nest finden, wenn ich vierzehn Tage die Wälder durchstreifte obgleich ein Adlernest bald gefunden ist von Solchen, welchedes Vogels Natur verstehen aber ich würde eher vierzehn Tagehcrnmstreifcn, als «blassen, cs zu suchen, nur um auch den Jun-gen ihr Leiden abzukürzen."

Es freut mich, das von Euch zu hören, Wildtödter," be-merkte Hetty,und Gott wird eher Eure Betrübniß über EureThat ansehen, als die Sünde selbst. Ich dachte, wie sündhaft essei, harmlose Vögel zu tödten, gerade während Ihr schoßet, undwollte es Euch sagen; aber ich weiß nicht, wie es kam ichwar so begierig, zu scheu, ob Ihr einen Adler in solcher Höhetreffen könntet, daß ich ganz vergaß zu sprechen, bis das Unheilgeschehen war."

Das ist es; das ist es gerade, meine gute Hetty. Wir kön-ne» Alle unsere Fehler und Verirrungen sehen, wenn es zu spätist, sie ungeschehen zu machen! Jndeß, ich bin froh, daß Ihrnichts gesagt, denn ich glaube, in jenem Augenblick gerade hättenauch ein paar Worte mich nicht abgehalten; und so blieb dieSünde doch nur in ihrer einfachen Nacktheit, und nicht noch er-schwert durch Nichtachtung von abmahuendeu Warnungen. Nun,nun, bittere Gedanken sind immer eine schwere Last, aber zu ge-wissen Zeiten eine noch schwerere als sonst."

Wenig ahnte Wildtödtcr, während er so Gefühlen sich hingab,die dem Manne so natürlich und so streng im Einklang mit seinenunverfälschten und richtigen Grundsätzen waren, daß nach demPlane der unerforschliche» Vorsehung, welche so gleichmäßig unddoch so gchcimmßvvll alle Begebenheiten mit ihrem Mantel bedeckt,