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12 (1853) Der Wildtöter : eine Erzählung
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keine Wahl als ihm zu folge». Der Schrank ward geschlossen undverwahrt, und sie trennten sich schweigend; sie ging, um nebenHist und Hetty ihr Lager einznnehmen, und er suchte sich einenTeppich ans dem Boden der Kajüte, wo er war. Es dauertekaum fünf Minuten, so lag der junge Mann schon in tiefemSchlafe; das Mädchen aber wachte noch lange. Sie wußte selbstnicht, sollte sie bedauern oder sich freuen, daß ihr nickt gelungen,sich verständlich zu machen. Einerseits war ihrem weiblichen Zart-gefühl ein Opfer erspart, andererseits aber empfand sie den Ver-druß, ihre Hoffnungen vereitelt oder doch hinansgeschoben zusehen, und die Ungewißheit einer so dunkel anssehenden Zukunft.Dan» kam der neue Entschluß und der kecke Plan für morgen;und als Schläfrigkeit ihr endlich die Angen schloß, war das Letzte,was sie noch schauten, ein Bild des glücklichen Erfolges^ das ihrePhantasie unter dem Einfluß eines sanguinischen Temperamentsund einer glücklichen Erfindungsgabe entwarf und ansmalte.

Fünfundzwanzigftes Kapitel.

Doch Mutter, jetzt ein Schatten stilltAus meiner Traume gold'nen Schein;Und eine schwarze Wolke hülltDes Daseins kurzen Rest mir ein!

Nicht Lied, nicht Echo tönt mir mehr;Der funkelnde Quell im Innern leer!

Margaret Davidson.

Hist und Hetty erhoben sich mit dem wiederkehrenden Licht,und verließen Judith noch in Schlaf versunken. Die Ersterebrauchte nur eine Minute, um ihre Toilette zu vollenden. Ihrlanges, kohlschwarzes Haar war bald in einen einfachen Knotengeordnet, das Caliko-Gewand eng um ihren schlanken Leib gegür-tet, und ihre kleinen Füße in ihren lustig gezierten MokasinsDer Wildtödtcr. 35