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12 (1853) Der Wildtöter : eine Erzählung
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verborge». Als sie »»gekleidet war, verliest sie ihre »lit Haushal-tmigssachc» beschäftigte Freundin, »»d ging selbst a»f die Plat-form, >n» die rci»e Morge»l»ft z» »thmen. Hier traf sie Chin-gachgovk, wie er die Küste» des See's, die Berge »»d de» Him-mel »nt dem Scharfblick eines Mannes der Wälder und mit demErnst eines Indianers stndirte.

Die Begcgnnng der Liebenden war einfach aber liebevoll. DerHäuptling zeigte eine männliche Freundlichkeit, glcichweit entferntvon knabenhafter Weichheit wie von Hast, während das Mädchenin ihrem Lächeln und ihren halb abgewandten Blicken die verschämteZärtlichkeit ihres Geschlechtes verrieth. Keines sprach, außer mitden Angen, aber Beide verstanden einander so vollkommen, wiewenn sie ein Wörterbuch voll Phrasen und Bethenerungen erschöpfthätten. Hist erschien selten vorlheilhafter als in diesem Augenblick;denn da sie eben vom Schlaf und von den Abwaschungen hcrkam,zeigte ihre jugendliche Gestalt und ihr Antlitz eine Frische, welcheselbst die Jungen und Hübschen unter den Mühsalcn des Waldlebenssich nicht immer zu erhalten vermögen. Sodann hatte Judith nichtnur einiges von ihrer Geschicklichkeit in der Toilette während ihrerkurzen Bekanntschaft ihr beigebracht, sondern ihr auch ans ihrenVorräthcn einige gntgewählte Zierrathen geschenkt, welche die na-türlichen Reize der jungen Indianerin nicht wenig heraushoben.Alles Dieß sah und empfand der Liebhaber, denn einen Augenblickwar sein Angesicht von einem Blick der Freude erleuchtet; aberbald war es wieder ernst, und dann wurde es traurig und ängst-lich. Die in der vorigen Nacht gebrauchten Stühle standen nochauf der Platform; er stellte zwei davon an die Wände der Hütte,setzte sich ans eine», und bedeutete mit einer Geberde seiner Ge-nossin, den andern zu nehmen. Nach diesem blieb er noch einevolle Minute nachdenklich und stumm, die überlegende Würde einesMannes behauptend, der dazu geboren ist, seine» Sitz am Bera-thnngsfener einzunehmen, während Hist verstohlen den Ausdruck