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Nachdruck, aber ihr Zuhörer war zu sehr betroffen vvu der Neuheitder Empfiudung, die ihn ergriff, als daß er auf ihren To» hätteviel achten sollen. Es lag etwas so Wohlthuendes für die Beschei-denheit eines Mannes von seiner Gemüthsart darin, Eigenschaften,welche zu besitzen er sich nothwendig bewußt war, so hoch gepriesenzu hören von dein lieblichsten Mädchen, das er je gesehen, daß fürden Augenblick seine Geisteskräfte ganz anfgegangcn schiene» ineinem sehr natürlichen und entschuldbaren Stolze. Da dnrchzücktedie Idee der Möglichkeit, daß ein Wesen wie Judith seine Lebens-gefährtin werden könnte, znm ersten Mal sein Gemüth. Das Bildwar so lieblich und so neu, daß er länger als eine Minute völligdarin versunken blieb, gänzlich achtlos für die schöne Wirklichkeit,die vor ihm saß, den Ausdruck seines geraden und wahrhaftigenGesichts mit einer Schärfe beobachtend, die ihr einen sehr schönen,wenn auch nicht durchaus richtigen Schlüssel zu seinen Gedankengab. Nie zuvor war ein so reizendes Tranmgesicht vor dem geisti-gen Auge des jungen Jägers geschwebt; aber vorzugsweise an'sPraktische gewöhnt, und wenig geneigt, sich der Gewalt seiner Ein-bildungskraft zu unterwerfen, so viel ächtes poetisches Gefühl erancli namentlich in Beziehung aus Gegenstände der Natur besaß,faßte sich seine Vernunft bald wieder, und er lächelte über seineeigene Schwäche, als das Phantasiegcbilde vor seinem geistige»Augeentschwand, und er wieder das einfacbe, ungelehrte, aber sittlichhochstehende Wesen wie zuvor war, in der Arche Thomas Hutters,beim Licht der einsamen Lampe dasitzend nm Mitternacht, das holdeAntlitz der vermeintlichen Tochter des geschiedenen Besitzers ihnanstrahlend mit ängstlich forschenden Blicke».
„Ihr seid wundervoll schön, und verlockend »nd lieblich anzn-schanen, Judith!" rief er in seiner Einfalt, als die Wirklichkeitihre Macht über die Phantasie behauptete. „Wundervoll! Icherinnere mich nicht, je ein so schönes Mädchen gesehen zuhaben, selbst nicht unter den Delaware»; und ich bin nicht