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12 (1853) Der Wildtöter : eine Erzählung
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Achtzehntes Kapitel.

So starb sie. Nie wird sie erfahrenMehr Schmerz und Schmach; unfähig. daß sie trägtDie inn're Last im Lauf von Monden. Jahren.

Gleich kältern Herzen, bis in's Grab sie legtDas Alter. Ihre Tag' und Freuden warenKurz, aber schön, wie sie das Schiüsal^'flegtNicht lang zu gönnen. Doch am MeeresftrandSchläft sie nun wohl, wo sie sich gern befand.

Byron.

Die jungen Männer, die bei Hctty's plötzlichem Erscheinenauf Kundschaft waren ausgesandt worden, kehrten bald zurück mitdem Bericht, daß es ihnen nicht gelungen, irgend Etwas zu ent-decken. Einer von ihnen war sogar am Strand bis an den Platz,der der Arche gegenüber lag, hingegangen, aber die Dunkelheithatte dieß Fahrzeug seinen Blicken gänzlich entzogen. Anderehatten in verschiedenen Richtungen sich umgesehcn, und überallhatte» sie nur die Stille der Nacht mit dem Schwelgen und derEinsamkeit der Wälder vermählt gefunden.

Man glaubte daher, das Mädchen sei, wie bei ihrem erstenBesuch und in einem ähnlichen Zweck, allein gekommen. DieIrokesen wußten nicht, daß die Arche das Kastell verlassen hatte,nnd es waren mittlerweile Bewegungen im Plane, wenn nichtschon in wirklicher Ausführung begriffen, welche auch das Ge-fühl der Sicherheit mächtig verstärkten. Eine Wache ward daherausgestellt, nnd Alle, außer den Schildwachen, schickten sich zumSchlafe an.

Man hatte hinlängliche Sorge getroffen, den Gefangenensicher verwahrt zu halten, ohne ihm unnöthige Leiden anzuthnn,und Hetty gestattete man, sich unter den indianischen Mädchen sogut sie konnte, eine Schlafstätte zu suchen. Die freundlicheDienstfertigkeit Hists fand sie freilich nicht, obwohl ihr Charak-ter nicht blos gegen Unbilden und Gefangenschaft sie sicher stellte,sondern ihr auch eine Berücksichtigung und Achtung verschaffte,