Druckschrift 
12 (1853) Der Wildtöter : eine Erzählung
Entstehung
Seite
285
Einzelbild herunterladen
 

285

ihn Uebcrraschnng und Bewunderung. Das Benehmen der Be-wohner der Südseeinseln, als sie zuerst die Spielereien des civi-lisirten Lebens erblickten, ist oft geschildert worden; aber der Leserdarf dies; nicht verwechseln mit dem Benehmen eines amerikani-schen Indianers unter denselben Verhältnissen. Im vorliegendenFalle entfuhr dem jungen Irokesen oder Hnronen ein Ausruf desEntzückens; dann aber nahm er sich sogleich zusammen, wieEiner, der sich einer Verletzung der Schicklichkeit schuldig ge-macht. Dann hörten seine Augen auf, umher zu schweifen, undhefteten sich ans die Stephanien, von denen er nach kurzem Be-denken einen sogar mit der Hand zu betasten wagte. Wildtödterstörte ihn volle zehn Minuten lang gar nicht, wohl wissend, daßder Junge die Merkwürdigkeiten sich so genau merken würde, daßer bei seiner Rückkehr den altern Indianern die genaueste und in'sEinzelnste gehende Beschreibung davon würde machen können.Nachdem der Jäger dachte, er habe ihm jetzt Zeit genug gelassen,sich Alles so genau cinznprägen, berührte er mit dem Finger dasnackte Knie des Jünglings, und nahm selbst dessen Aufmerksam-keit in Anspruch.

Hört mich," sagte er;ich möchte mit meinem jungenFrennd aus den Canada's sprechen. Vergesse er seiner Verwun-derung für eine Minute."

Wo ist der andere weiße Bruder?" fragte der Junge auf-schauend, und unwillkürlich entschlüpfte so seinem Munde derGedanke, der am meisten seine Seele beschäftigt hatte vor derVorzeigung der Schlachtfiguren.

Er schläft oder wenn er nicht eigentlich schläft, so ist erdoch in dem Gemach, wo die Männer schlafen," antwortete Wild-tödter.Woher weiß mein junger Freund, daß noch Einer da ist?"

»Ihn gesehen von der Küste ans. Irokesen lange Augen ha-ben über die Wolken hinaus sehen den Grund der großenQuelle sehen!"