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wurden stillschweigend Judith zu Füßen gelegt, als hätte sie einnatürliches Recht ans ihren Besitz. Ein paar davon, wie Hand-schuhe oder Spitzen, nahm das Mädchen ans, nnd fügte sie ihremschon so prächtigen Anzug bei, anscheinend mir wie znm Spiel, inder That aber in der Absicht, ihre Person so herauszupntzen, wiemir immer die Umstände erlaubten. Nachdem diese beiden auf-fallenden Anzüge, .ein Männlein und ein Fräulein', so zu sagen,weggenommen waren, trennte wieder eine Leinwanddecke die übri-gen Artikel von dem Theil des Schrankes, den jene eingenommen.Sobald Wildtödter diese Einrichtung bemerkte, hielt er inne, zwei-felnd, ob es angemcffcn sei, weiter fvrtznfahren.
„Jeder Mensch hat seine Geheimnisse, glaube ich," sagte er;„nnd alle Menschen haben ein Recht, sich des ihrige» zu erfreuen;wir sind weit genug i» diesem Schranke hiuabgekommen, um,meiner Ansicht nach, unfern Wünschen und Bedürfnissen Genügezu leisten; und es scheint mir, wir thäten gut, nicht weiter zugehen, und dem Meister Hutter allein und seinen Gefühlen Allesunter dieser Decke zu überlassen."
„Ihr meint also, Wildtödter, man solle den Irokesen dieseKleider anbieteu als Lösegeld?" fragte Judith rasch.
„Gewiß, warum sonst durchstöbern wir eines Andern Schrank,als um dem Eigcnthümer die besten Dienste nach unser» Kräftenzu leisten? Dieser Rock allein würde ganz geeignet sein, denHäuptling der Gewürme zu gewinnen! nnd wenn zufällig seinWeib'oder seine Tochter mit ihm ansgezogen sein sollte, würdedies; Kleid das Herz jedes Weibes zwischen Albany und Montrealerweichen. Ich sehe nicht, wozu wir eines weitern Handelsvor-raths bedürften, als diese zwei Artikel."
„Euch mag cs so erscheinen, Wildtödter," erwiederte dasbetroffene Mädchen; „aber von welchem Nutzen wäre ein Anzugwie dieser für eine Indianerin? Sie könnte ihn nicht tragen unterden Zweigen der Bäume; der Schmutz und Ranch des Wigwam