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12 (1853) Der Wildtöter : eine Erzählung
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würde ihn bald verderben; und wie würde sich ein Paar rother Armeausnehmen, durch diese kurzen, spitzenbcsetzten Ermel geschoben!"

Alles ganz wahr, Mädchen, und Ihr könntet fortfahrcn undsagen, er sei ganz außer Zeit und Ort und Klima in dieserGegend überhaupt. Was geht es uns an, wie mit den schönenSachen umgegange» wird, wenn sie nur unser» Wünschen zurErfüllung verhelfen? Ich sehe nicht ein, welchen Gebrauch EuerVater von solchen Kleidern machen will; und cs ist ein Glück, daßer Sachen hat, die für ihn werthlos, für Andere einen hohen Preishaben. Wir können keinen bessern Handel für ihn schließen, alsdiesen Tand für seine Freiheit zu bieten. Wir werfen das leichteFlitterzeug dazu, und bekommen dann Hnrry in Kauf."

So denkt Ihr also nicht, Wildtödter, daß Thomas HutterJemand in seiner Familie habe ein Kind eine Tochter, derdieser Anzug nach billigem Ermessen wohl ansteht, und die darindann und wann, wäre es auch nur nach langen Zwischenräumenund nur zum Scherz zu sehen, Ihr selbst wünschen könntet?"

Ich verstehe Euch, Judith ja, jetzt verstehe ich EureMeinung, und ich glaube, ich darf auch sagen: Eure Wünsche.Daß Ihr in diesem Anzug so prächtig seid, wie die auf- oderuntergehende Sonne an einem Octobertag, gebe ich gerne zu; unddaß Ihr ihm herrlich ansteht, ist um ein gut Theil gewisser, alsdaß er Euch an- und zusteht. Es sind Gaben in den Kleidern,wie in andern Dingen. Nun glaube ich nicht, daß ein Kriegerauf seinem ersten Kriegspfad dieselben entsetzlichen Bemalungenannehmen darf, wie ein Häuptling, dessen Tugend erprobt ist, undder aus Erfahrung weiß, daß er seinen Ansprüchen keine Schandemachen wird. So ist es mit uns Allen, Rothen oder Weißen.Ihr seid Thomas Hutters Tochter, und dieß Wciberkleid wardgemacht für das Kind irgend eines Gouverneurs, oder für eineDame von hohem Stand; und es sollte getragen werden in Häu--fern mit schöner Einrichtung und in vornehmer Gesellschaft. In